Einstieg in das ESP (Primarschule)
Für den Einstieg in die Arbeit mit dem ESP in der Primarschule können verschiedene Möglichkeiten ausgewählt werden. Als vorteilhaft erweist sich der Einstieg über das Dossier oder die Sprachenbiographie (Sprachenfigur). Es gibt aber auch andere Möglichkeiten das Portfolio auf motivierende Art und Weise den Schüler/innen nahe zu bringen. Nicht ratsam ist es, die Arbeit mit den Teilen zur Selbsteinschätzung der sprachlichen Kompetenzen zu beginnen. Wesentlich ist auf jeden Fall, dass alle Sprachenlehrer/innen miteinbezogen sind und sich aktiv an der gesamten Portfolioarbeit beteiligen, wobei bereits der Erstbegegnung eine besondere Bedeutung zukommt. Auch die Einbeziehung der Direktorin/des Direktors erscheint wichtig, unterstreicht die Bedeutung der Arbeit mit dem ESP und fördert die Motivation der Schüler/innen. Die Einführung des ESP könnte sich zu einem kleinen Fest entwickeln, welches den Wert der verschiedenen Sprachen ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt.
Einstieg in das ESP
Erstbegegnung mit dem ESP in einer 4. Klasse der GSSeptember/Oktober
Die Sprachenlehrer/innen gestalten in Anwesenheit der Direktorin/des Direktors eine Unterrichtsstunde zum Thema:
Einstieg in das ESP über das Dossier
L: Welche Wörter in einer anderen Sprache habt ihr aus euren Ferien mitgebracht?? (Brainstorming mit Tafelanschrift).Klassengespräch über die Anzahl und die Bedeutung der einzelnen Wörter und die verschiedenen Sprachen.
L.: Wir haben hier einen wunderbaren Schatz gesammelt. Was können wir gemeinsam tun, damit dieser Schatz nicht verloren geht?
Schülergespräch
Die S schreiben die 10 für sie wichtigsten/bedeutungsvollsten/schönsten Wörter auf ein Blatt und schmücken das Blatt aus.
Schülergespräch: Was können wir nun mit diesem Blatt tun? Könnten wir es als Nachweis für die Kenntnis vieler Wörter aufbewahren?
L. Frage: Machen wir mit diesen Blättern eine Kunstausstellung? Was könnten wir noch machen?
Könnten wir es in eine Schatzkiste legen?? Basteln wir eine?
Bringt das nächste Mal eine Hemdschachtel von zu Hause mit.
Heute haben wir aber noch keine Schachtel hier. Was tun??
Jetzt interveniert die Direktorin/der Direktor und stellt das ESP vor und präsentiert den Kindern die Mappe. (Jedes Kind erhält ein Exemplar).
Gemeinsam wird kurz in der Mappe geblättert und auf die Schatzkiste verwiesen.
Hier können die Kinder das erste Dokument auf der Liste verzeichnen:
Nr. 1 „Ferienschatz“ – Sprache: Deutsch, Italienisch, Griechisch, Spanisch, … - Datum: ……….
Die Lehrer/innen schließt die Stunde ab und kündigen an, dass die Kinder in Zukunft die für sie wichtigsten Arbeiten in der Schatzkiste aufbewahren und in der Mappe verzeichnen können.
Einstieg über die Biografie
Alle Sprachlehrer/innen sind für eine Stunde gemeinsam in der Klasse.Sie bringen die Europäischen Sprachenportfolios in die Klasse (in einem großen Korb, einem Karton o.Ä.) und wecken so die Neugier der Kinder.
„Was könnte das sein? Was meint ihr?“
Das ist ein Portfolio, ein Europäisches Sprachenportfolio. Was fällt euch dazu ein? Was könnte das sein?
S stellen Vermutungen an. Die Aussagen werden an der Tafel gesammelt und anschließend besprochen.
L klärt, dass es sich um eine Mappe für die Sprachen handelt, die hilft, Sprachen zu lernen über Sprachen nachzudenken.
L verteilen nun die ESP und fordern die S auf, S. … aufzuschlagen.
S sollen nun die Sprachenfigur mit verschiedenen Farben anmalen (siehe Anleitung S. …).
S stellen anschließend ihrer/ihrem Banknachbarn/in die Zeichnung vor und erklären bzw. besprechen diese gemeinsam.
L beschließt die Einheit mit der Überlegung: „Was haben wir in dieser Stunde gemacht? Worüber haben wir nachgedacht? Warum haben wir dies wohl gemacht?“
In einer nächsten Stunde könnten die S zusammen mit der Erstsprachlehrer/in einen Text verfassen, indem sie erklären, wie und warum sie die einzelnen Körperteile in dieser oder jener Farbe angemalt haben und was die einzelnen Sprachen für sie bedeuten (siehe S. …)
Anschließend zeigen die Lehrer das ESP




