Dossier des ESP der Grundschule
Das Dossier gliedert sich in zwei Teile:- eine Einleitung, die den Lernenden auf eine sehr einfache Weise erklärt, was ein Dossier ist und wozu es dient, und die auch bereits einige Arbeitsvorschläge enthält;
- ein Verzeichnis, das Aufschluss gibt über die Art der Dokumente, über die Sprache, in der sie abgefasst, und über das Datum, mit dem sie abgelegt wurden.
Das grundlegende Konzept beruht darauf, dass es sich beim Dossier nicht um eine Sammlung handelt, die alles umfasst, was der Lernende hervorbringt, sondern um eine gezielte Auswahl von Materialien, die nach bestimmten - und möglichst von der ganzen Klasse anerkannten - Kriterien erfolgt.
Im einleitenden Teil wird darauf hingewiesen, dass für die Erstellung des Dossiers nicht unbedingt die
Portfoliomappe herangezogen werden muss, sondern sich mit etwas Phantasie auch andere „Behälter“
finden lassen (z.B. eine zu diesem Zweck umfunktionierte Schachtel).Gleich von Anfang an wird betont,
dass das Dossier die wertvollsten Produkte aufnehmen soll, das heißt nicht unbedingt die am besten
gelungenen, sondern diejenigen, die in besonderem Maße die Reflexion anregen und den sprachlichen
Lernweg, den der einzelne zurückgelegt hat, klar hervortreten lassen.
Die Auswahl der Dokumente wird - wie in den Ratschlägen mehrfach betont - stets so vorgenommen,
dass sich das Bewusstsein des eigenen Lernprozesses deutlich herausentwickeln kann. So ist es aus dieser
Sicht auch notwendig, die Sammlung von Zeit zu Zeit „auf den neusten Stand zu bringen“: Mit dem
Hinzufügen von Belegen über neu erworbenen Kompetenzen verlieren gewisse andere an Bedeutung und
können aussortiert werden.
Das Verzeichnis listet alle gesammelten Dokumente auf - unabhängig von der Sprache, in der sie abgefasst
sind. Das macht den Lernenden deutlich, dass die Mehrsprachigkeit ein einziger Prozess ist, zu dem die
verschiedenen Sprachen, mit denen sie sich auseinandersetzen, ihren Beitrag leisten - unabhängig vom
Kompetentniveau, das jeweils erreicht wurde.
Die letzte Seite des Dossiers ist für die Bewertungen der Lehrpersonen vorgesehen. Sie erinnert
einerseits an die Bedeutung des Vergleichs zwischen Selbstbewertung und Fremdbewertung, was zur
Regel im schulischen Alltag werden sollte, anderseits dient sie als Promemoria der Lehrerbewertung.




